Eine Lichtplatte kann hochwertig sein und trotzdem nach dem ersten Starkregen undicht werden - wenn die Befestigung nicht passt. Die besten Schrauben für Lichtplatten halten die Platte sicher, lassen ihr bei Temperaturwechseln genug Bewegung und dichten jeden Befestigungspunkt dauerhaft ab. Genau darauf kommt es bei Terrassenüberdachungen, Carports, Gewächshäusern und Wandverkleidungen an.
Wer bei Schrauben nur auf Länge und Preis achtet, spart oft an der falschen Stelle. Lichtplatten aus PVC, Polycarbonat oder Acrylglas reagieren anders als Holz oder Blech: Sie dehnen sich bei Wärme aus, können bei punktueller Belastung reißen und benötigen einen sauberen Schutz gegen eindringendes Wasser. Die Schraube ist deshalb kein nebensächliches Zubehör, sondern ein Teil der gesamten Dachkonstruktion.
Was gute Schrauben für Lichtplatten leisten müssen
Für die Befestigung von Lichtplatten werden in der Regel spezielle Schrauben mit Dichtscheibe eingesetzt. Bei Platten auf einer Holzunterkonstruktion eignen sich Schrauben mit Holzgewinde. Bei Stahlprofilen oder anderen Metallunterkonstruktionen braucht es dagegen passende Bohrschrauben oder Befestiger für Metall. Das Gewinde muss zum Untergrund passen - eine ungeeignete Schraube hält entweder zu schwach oder beschädigt beim Eindrehen die Konstruktion.
Entscheidend ist außerdem die Dichtung. Eine hochwertige EPDM-Dichtscheibe liegt dauerhaft dicht an, bleibt witterungsbeständig und gleicht kleine Unebenheiten aus. Einfache, harte Kunststoffscheiben können unter Sonne und Frost schneller altern. Fehlt die Dichtung ganz, findet Wasser früher oder später seinen Weg entlang des Schraubenschafts in die Unterkonstruktion.
Auch der Schraubenkopf hat eine Aufgabe. Bei vielen Well- und Trapezlichtplatten verteilt eine Kalotte oder eine profilgerechte Auflage die Last auf eine größere Fläche. Dadurch wird die Platte nicht direkt am Bohrloch zusammengedrückt. Besonders bei dünneren Lichtplatten und bei größeren Wellenprofilen ist das ein klarer Vorteil.
Die besten Schrauben für Lichtplatten: Material und Ausführung
Verzinkte Schrauben sind für viele überdachte Anwendungen eine wirtschaftliche Wahl. Liegt die Konstruktion jedoch dauerhaft in feuchter Lage, nahe am Meer oder wird sie besonders stark bewittert, ist Edelstahl die bessere Entscheidung. Edelstahl kostet mehr, bietet aber einen deutlich höheren Schutz gegen Korrosion. Das ist sinnvoll, wenn die Überdachung viele Jahre ohne sichtbare Rostspuren funktionieren soll.
Bei der Farbe gilt: Praktisch ist, was optisch zur Platte und zur Konstruktion passt. Schrauben mit transparentem oder farblich abgestimmtem Kopf treten bei klaren, bronzegetönten oder opalen Lichtplatten weniger in den Vordergrund. Wichtiger als die Farbe bleibt jedoch die technisch passende Kombination aus Schraube, Dichtung und Auflageelement.
Für PVC-Wellplatten werden häufig spezielle Lichtplattenschrauben mit Dichtscheibe verwendet. Polycarbonat-Wellplatten profitieren ebenfalls von einer breiten, schonenden Auflage. Bei Acrylglas ist besondere Sorgfalt gefragt, weil das Material bei zu engem Bohrloch oder zu hoher Spannung empfindlicher reagieren kann. Bei Stegplatten gelten wiederum oft andere Befestigungsregeln: Hier kommen Profilsysteme, Klemmdeckel und systembezogene Schrauben zum Einsatz. Eine Schraube für eine Wellplatte ist daher nicht automatisch die richtige Wahl für eine Doppelstegplatte.
Die richtige Schraubenlänge bestimmen
Die Schraube muss durch Lichtplatte, Kalotte oder Dichtscheibe und gegebenenfalls durch die Unterlage reichen, bevor sie ausreichend tief im Holz oder Metall greift. Zu kurze Schrauben bieten keinen sicheren Halt. Zu lange Schrauben sind meist nicht schlimm für die Funktion, können aber auf der Unterseite störend herausstehen oder bei dünnen Metallprofilen ungeeignet sein.
Als Orientierung wird die Stärke der Lichtplatte mit der Höhe von Kalotte und Dichtung sowie der benötigten Einschraubtiefe addiert. In Holz sollte die Schraube genug tragfähiges Material fassen. Wie viel genau erforderlich ist, hängt von Holzart, Querschnitt und Belastung ab. Bei einer Metallunterkonstruktion entscheidet die Profilstärke darüber, ob eine Bohrschraube sicher greifen kann.
Wer eine vorhandene Konstruktion nachrüstet, sollte nicht schätzen. Messen Sie die Plattenhöhe am Befestigungspunkt, kontrollieren Sie die Stärke der Unterkonstruktion und vergleichen Sie beides mit den Angaben zur jeweiligen Schraube. So vermeiden Sie Nachbestellungen und unnötige Montageunterbrechungen.
So montieren Sie Lichtplatten ohne Risse und Undichtigkeiten
Der häufigste Montagefehler ist ein zu knapp gebohrtes Loch. Lichtplatten arbeiten bei Sonne und Kälte. Sie werden länger und kürzer, während die Unterkonstruktion dieses Maß nicht immer in gleichem Umfang verändert. Deshalb müssen die Bohrlöcher bei vielen Lichtplatten etwas größer als der Schraubenschaft ausgeführt werden. Der genaue Durchmesser richtet sich nach Plattenmaterial, Plattenlänge und Verlegehinweis des Herstellers.
Bohren Sie sauber und ohne starken Druck. Ein stumpfer Bohrer erzeugt Wärme und kann Kunststoff ausfransen lassen. Bei dünnen Wellplatten empfiehlt sich eine feste, vollflächige Unterlage in der Nähe des Bohrpunkts, damit die Platte beim Bohren nicht nachgibt. Späne sollten anschließend entfernt werden, damit Dichtung und Platte plan aufeinanderliegen.
Die Schraube wird gerade angesetzt und nur so weit angezogen, dass die Dichtscheibe sauber aufliegt. Sie darf nicht gequetscht werden. Wird der Schraubenkopf mit zu viel Kraft angezogen, entsteht Spannung rund um das Loch. Das kann zunächst unauffällig bleiben und später zu feinen Rissen führen. Ein Akkuschrauber mit einstellbarem Drehmoment macht die Arbeit deutlich kontrollierbarer.
Bei Wellplatten sitzen die Schrauben üblicherweise auf dem Wellenberg, nicht im Wellental. Auf dem Berg kann Wasser besser ablaufen, und die Platte wird weniger direkt belastet. Bei Trapezprofilen hängt die Befestigungsposition vom Profil und vom vorgesehenen System ab. Maßgeblich sind immer die Montagevorgaben der Platte - insbesondere bei Dachneigung, Überlappung und Befestigungsabständen.
Wie viele Schrauben werden benötigt?
Die benötigte Menge hängt von Plattenbreite, Länge, Profil, Unterkonstruktionsabstand, Windlast und Einsatzort ab. Ein kleines Gewächshaus in geschützter Lage stellt andere Anforderungen als ein Carportdach an einer windoffenen Gebäudeseite. Sparsam zu verschrauben ist keine gute Idee: Fehlende Befestigungspunkte können zu Flattern, Geräuschen, Verformungen und Undichtigkeiten führen.
Genauso ungünstig ist eine wahllos erhöhte Schraubenzahl. Jeder Befestigungspunkt ist eine Durchdringung der Platte und muss fachgerecht ausgeführt sein. Planen Sie die Schrauben daher passend zu den Herstellerangaben und zur Anzahl der Pfetten oder Querlatten. Bei Komplettprojekten ist es sinnvoll, Lichtplatten, Profile, Dichtungen und Schrauben als aufeinander abgestimmte Lösung zu bestellen. Das reduziert Fehlkäufe und erleichtert die Montage.
Diese Fehler kosten später Zeit und Geld
Normale Universalschrauben ohne Dichtung gehören nicht aufs Lichtplattendach. Auch Schrauben mit zu kleinem Kopf oder ohne Kalotte können die Platte punktuell belasten. Problematisch ist außerdem eine Unterkonstruktion, deren Auflageflächen uneben, scharfkantig oder nicht ausreichend tragfähig sind. Selbst die beste Schraube kann keine mangelhafte Basis ausgleichen.
Achten Sie bei Holzunterkonstruktionen auf einen geeigneten Schutzanstrich und darauf, dass die Auflageflächen sauber ausgerichtet sind. Bei transparenten Lichtplatten können dunkle Untergründe zu hohen Temperaturen führen. Helle oder reflektierende Auflagebänder helfen je nach System, Wärmestau und Reibung zu verringern. Auch hier zählt das Zusammenspiel aller Komponenten.
Wenn Sie unsicher sind, ob Holzschraube, Bohrschraube, Kalotte oder Dichtscheibe zu Ihrem Profil passt, klären Sie die Plattenart zuerst. Bei stegplatten-guenstig.de finden Sie Lichtplatten und Montagezubehör nach Material und Einsatzbereich sortiert - damit aus einzelnen Teilen eine passende Überdachung wird.
Nehmen Sie sich vor dem Verschrauben ein paar Minuten für Probeplatte, Bohrloch und Drehmoment. Sitzt die erste Reihe sauber, bleibt das Dach nicht nur dicht, sondern sieht auch nach Jahren noch ordentlich aus.